Tuesday, 15 July 2014

Oaxaca

Als ich letzten Freitag ohne Gepäck in Oaxaca ankam, war mein erster Weg ins Zentrum um etwas Gewand zu kaufen. Wie ich feststellte, ist das Zentrum sehr hübsch anzusehen und überfüllt mit Straßenmärkten, wo handgefertigte Leiberl um 50 Pesos (knapp 3 Euro) angeboten werden.

An jeder Ecke gibt es Tacos (gefüllte Tortillas, egal mit was) zu kaufen, und dazu die für Oaxaca typische Mole negro. Die Mole ist eine Soße, die aussieht wie Schokolade, schmeckt wie scharfe Schokolade und gerne mit Zwiebeln serviert wird.

Der Verkehr in Mexico ist sehr herausfordernd, auch für die Fußgänger. Nachdem Fußgänger prinzipiell Nachrang haben und es kaum Fußgängerampeln gibt, ist man am besten dran, sich nach den Ampeln der Autos zu richten. Die funktionieren auch etwas anders als gewohnt - wenn vor 2 Sekunden noch rot angezeigt wurde, kann mittlerweile schon auf grün umgeschaltet worden sein. Und wer sich da auf der Straße befindet, wird generell sehr empört angehupt.

Hupkonzerte stehen generell auf der Tagesordnung, genauso wie Bell-Vorstellungen mitten in der Nacht. Während man auf den griechischen Inseln überall streunende Katzen genauso wie Hauskatzen findet, gibt es in Oaxaca überall Hunde. Wobei zu erwähnen ist, dass die Hunde mit Besitzer meist nicht größer sind als Hauskatzen. Ich habe noch nie so viele kleine Hunde gesehen. Es ist als wären von ohnehin kleinen Hunden noch Miniaturen gezüchtet worden. Streunende Hunde dagegen sind meist eher in der Größe von Schäferhunden.

Und direkt neben einem schlafenden streunenden Hund findet man einen Lacoste-Shop neben einem Starbucks. Eine Straße weiter kann man in einem verglasten Geschäft Hollister-Leiberl kaufen. Und direkt daneben ist ein Supermarkt, der ein bisschen aussieht, als würde er gleich einstürzen. Es scheint als hätten die Menschen in Oaxaca schlicht andere Prioritäten - und nach österreichischem Geschmack "gut aussehende" sterile Gebäude gehören nicht dazu. Bettler scheint es in Oaxaca keine zu geben - alle Menschen, die an der Straße herumsitzen, verkaufen etwas.

Auf den Fotos: Die Innenstadt von Oaxaca, das Haus meiner Gastfamilie, die Sprachschule von innen und der Llano-Park mit Kirche an einem Sonntag.